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Artikel Sky Law

17.02.2014 15:11

Markus Keller beantwortet unter dieser Rubrik gerne Ihre Fragen zum Thema  Versicherungen im Luftfahrtbereich. 

Ausländisch immatrikuliertes Luftfahrzeug

Kürzlich wollten wir einen neuen Segelflieger aus dem Herstellungsland Deutschland in die Schweiz überführen.

Sowie dieses dann, mit einer HB Registrierung zulassen. Wir dachten dies sei problemlos möglich. Doch unser BAZL machte uns einen Strich durch die Rechnung, es wurden diverse Auflagen an uns gestellt und die Zulassung war nicht innert nützlicher Frist möglich. Somit erhielten wir ein Permit to Fly nicht. Es wurde uns sogar vom BAZL höchstpersönlich geraten dies doch in Deutschland mit einer D Immatrikulation beantragen zu lassen. Dies funktionierte dann auch problemlos und innert Kürze. Doch die Suche nach einem Schweizer Versicherer welcher unser Segelflieger versichern wollte, gestaltete sich dann auch nicht einfach. Dies obwohl wir Schweizer sind, in der Schweiz wohnen, und unser Segelflieger eine Schweizer Homebase hat. Gerade mal von einer Versicherungsgesellschaft erhielten wir ein Angebot. Die anderen Gesellschaften (es gibt nicht viele) lehnten mit zum Teil  fadenscheinigen Begründungen ein Angebot ab. Doch auch hier wieder war dies in Deutschland kein Problem. Sind wir als Schweizer tatsächlich gezwungen unsere Versicherungsdeckung im Ausland einzukaufen, und dies sogar zu relativ günstigen Konditionen.

H. Kuhn, Klingnau

Diese Situation ist tatsächlich im Moment so. Seit der Auflösung des schweizerischen Pools für Luftfahrtversicherungen haben sich diverse Versicherungsgesellschaften aus diesem Geschäftsfeld zurück gezogen. Und vor allem für die Kleinaviatik ist es schwierig. Zur Zeit bieten gerade mal drei Versicherungsgesellschaften Deckungen für die Kleinaviatik an. Dies wohlverstanden für HB immatrikulierte Luftfahrzeuge. Für ausländisch immatrikulierte Luftfahrzeuge, lehnt die einte Gesellschaft eine Anfrage vollumfänglich ab. Bei einer zweiten Versicherung ist dies nur zum Teil möglich, und nur gerade bei einer Gesellschaft mit Sitz in der Schweiz ist es fast problemlos möglich eine Versicherungsdeckung zu erhalten. Dies ist natürlich total unbefriedigend und der Kunde hat somit keine Möglichkeit in der Schweiz verschiedene Angebote anzuschauen und zu vergleichen. So ist der Kunde wohl oder übel gezwungen auch im Ausland Offerten einzuholen.

Und es ist ebenfalls eine Tatsache dass da die Prämien zum Teil massiv günstiger ausfallen können als im kleinen heimischen Markt. Dies macht es natürlich interessant auch von ausländischen Gesellschaften Angebote zu prüfen. Ja zu prüfen, und dies sollte man auch. Nicht nur den Preis, sondern auch die Leistungen den oft liegt im Kleingedruckten die Krux der Wahrheit. Und es gibt hier diverse Leistungsunterschiede welche zum Teil auf den ersten Blick nicht erkennbar sind. Somit ist es sinnvoll für dies einen qualifizierten Berater oder Broker anzufragen.

 

Das Interview

Luftfahrtversicherungen für die EAS mit der AFS all-financial-solutions gmbh

Seit einigen Jahren können EAS Mitglieder von exklusiven Vorteilen bei den Luftfahrtversicherungen profitieren. Aufgrund der Kündigung dieser Rahmenvertragslösung durch den bisherigen Versicherer erfolgen hier wesentliche Aenderungen für die EAS Mitglieder

Herrn Markus Keller von der AFS, mit Sitz auf dem Flugplatz Birrfeld, welche von der EAS als Kooperationspartner für die Betreuung und Verwaltung der Rahmenvertragslösung ausgewählt wurde, erläutert in einem Gespräch diese Aenderungen.

AHU: Herr Keller, Der bisherige Versicherer, hat die bestehende Rahmenvertragslösung mit der EAS gekündigt. Können Sie uns erläutern wie es zu diesem Schritt gekommen ist?

MKE: Es ist richtig, dass die seit wenigen Jahren bestehende Lösung durch den Versicherer aufgelöst wurde. Einige wenige Mitglieder der EAS welche bereits einen Einzel-Versicherungsvertrag bei diesem Versicherer hatten, hielten sich bedauerlicherweise nicht an die Vorgaben der EAS, und versuchten via Ihren Vermittler ebenfalls von den Vergünstigungen zu profitieren welche die EAS ausgehandelt hatte. Da der Luftfahrtversicherungsmarkt in der Schweiz relativ klein, jedoch hart umkämpft ist, fühlte sich der bisherige Versicherer von anderen Vermittlern unter Druck gesetzt. Und befürchtete, dass diese weniger Geschäfte zufliessen lassen würden. Dies war schlussendlich der Grund weshalb die äusserst erfolgreiche Rahmenvertragslösung mit der EAS gekündigt wurde, zum Nachteil aller Mitglieder.

AHU: Was sind das für konkrete Nachteile?

MKE: Im Moment merkt das einzelne EAS Mitglied von diesen Nachteilen noch nichts, denn der einzelne Versicherungsvertrag wird durch den Versicherer unverändert weitergeführt. Sobald jedoch eine Aenderung des Versicherungsvertrages vorgenommen wir, (Kasko-Ausschluss, Verlängerung Wechsel des Luftfahrzeuges, etc) schlagen diese Aenderungen voll zu Buche: wesentliche Prämienerhöhung, Rahmenvertragsleistungen fallen weg, etc.

AHU: Gibt’s denn keine Lösung mehr für unsere Mitglieder?

MKE: Doch, erfreulicherweise konnten wir mit neuen einem weltweit führenden Luftfahrtversicherer eine neue und sehr vorteilhafte Rahmenvertragslösung für die EAS Mitglieder finden. Glücklicherweise bietet die Neue Lösung für die EAS Mitglieder einzigartige Vorteile welche bis heute auf dem gesamten Luftfahrtversicherungsmarkt nicht anzutreffen sind.
Wir haben festgestellt, dass das Interesse unter den EAS Mitgliedern nach vorteilhaften Versicherungslösungen sehr gross ist. Der Entscheid der EAS, für eine Rahmenvertragslösung welche professionell durch einen fachkompetenten Luftfahrt-Versicherungs Broker bewirtschaftet wird, ist wohl der einzig richtige Weg. Wir hoffen jedoch, dass diese Lösung doch einige Zeit bestehen bleibt, und nicht durch einzelne Mitglieder welche nur Ihr Eigenwohl in Betracht ziehen wieder indirekt torpediert wird, und so für alle Mitglieder von grossem Nutzen sein wird. AHU: Können sofort alle Mitglieder von dieser Neuen Rahmenvertragslösung profitieren?


MKE: Leider nein. Obwohl die meisten EAS-Mitglieder die kostengünstige und leistungsoptimale Verbandslösung zu wählen möchten, scheitert dies oft an verschiedenen Hemmnissen: Der Kunde kennt die Vor- oder Nachteile seines aktuellen Versicherungsvertrag nicht; meistens wird nur die Höhe der Prämien bemängelt, ohne die Versicherungsleistungen genügend zu beachten. Oft liegen unbewusst langjährige Verträge vor, sodass nicht sofort auf ein vernünftigeres Angebot gewechselt werden kann. Ratgeber machen oft in Fachzeitschriften auf dieses „Unding“ aufmerksam. Ein anderes weit noch weit verbreitetes Übel ist der sogenannte Schadenfreiheitsrabatt, welcher missbraucht wird, um die Versicherten an die höheren Prämien zu binden. Die Versicherungsbedingung heisst dann z.B.: Der Rabatt wird nach Ablauf der Vertragsdauer gewährt, sofern der Vertrag um mindestens drei Jahre verlängert wird. Dies führt sogar dazu, dass im Extremfall ein vorher gewährter „Rabatt“ zurückbezahlt werden muss. Erst bei genauem hinschauen stellt man ernüchtert fest, dass dieses Relikt der „Knebelverträge“ aus der Ur-Zeit (Versicherungs-Pool) von einigen Gesellschaften in die Neuzeit übernommen wurde, um so die Kunden ungerechtfertigt lange an teure Verträge zu binden.

AHU: Bedeutet dies, dass aus diesen Gründen die neue Verbandslösung nicht den erhofften Erfolg bringen
wird welchen wir anstreben?

MKE: Wir sind davon überzeugt, dass wir aufgrund der neuen Leistungsverbesserungen und den vorteilhaften Prämien bei den EAS Mitglieder sehr schnell ein grosses Interesse finden werden. Wer frühzeitig mit uns darüber spricht, hat zudem die bessere Aussicht, den idealen Zeitpunkt für den Übertritt in die Verbandslösung zu finden. Wenn bereits die Prämienrechnung ins Haus flattert, ist es schon reichlich spät. Auch hier sollte man ohne Druck handeln können.

AHU: Können Sie uns die Vorteile der neuen Rahmenvertragslösung erläutern?

MKE: Die EAS Mitglieder profitieren von einem Kollektivrabatt auf dem Luftfahrtversicherungsvertrag von 10% . Sollten aussergewöhnliche Bedingungen (Wetter, Panne, etc.) einen Rückflug verunmöglichen, werden an die Rückreisekosten jedem Luftfahrzeuginsassen Beiträge bezahlt. Wünscht der Halter zu einem späteren Zeitpunkt die Kaskoversicherung aus dem Vertrag auszuschliessen oder annulliert er den ganzen Vertrag, muss kein vorher gewährter Rabatt zurückbezahlt werden. (Heute noch bei den meisten Gesellschaften noch üblich). Kürzungsverzicht bei den Versicherungsleistungen wenn ein Schadenereignis infolge Grober Fahrlässigkeit herbeigeführt wurde. Bei einem Totalschaden wird der vereinbarte Versicherungswert ausbezahlt. Es können neben Flächenflugzeugen auch Helikopter und Turboprops welche unter die Bestimmungen der EAS fallen versichert werden. Kollektive Gemeinschaft bringt Vorteile. Je mehr Mitglieder von diesen Möglichkeiten Gebrauch machen desto tifer fallen die nächsten Jahresprämien beim einzelnen Vertrag aus. Das EAS-Mitglied kann bereits ab nächster Prämien-Fälligkeit von der Rahmenvertragslösung profitieren. Wichtig ist einfach, dass das EAS-
Mitglied mit uns Kontakt aufnimmt, weil die AFS mit der Abwicklung dieser speziellen Vereinbarung beauftragt wurde.

AHU: So wie es aussieht, können unsere Mitglieder von neuen echten Vorteilen profitieren. Und daran sind sie interessiert. Die nächste Flugsaison liegt bereits wieder vor uns, da ist es doch ein Lichtblick, dass nebst neuen Gebühren und Auflagen auf der Versicherungsseite Plus Punkte überwiegen. Für das Gespräch danke ich Ihnen Herr Keller im Namen unserer Mitglieder herzlich und wünsche Ihnen und unseren Mitgliedern eine unfallfreie Flugsaison und weiterhin viel Erfolg mit unserem innovativen Kollektiv-Versicherungsprodukt.

MKE: Den Dank gebe ich gerne zurück. Gerne steht unser ganzes AFS-Team den EAS-Mitgliedern beratend zur Seite.

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